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TOASTING oder "Die Wurzen des Rap"
REGGAE INA ITALY - eine Übersicht"
Dubplates
Ursprünge des Begriffes "Reggae"
PATOIS und Jamaican Slang
Entstehung und Entwicklung der Sound Systems
Reggae ist als eigenständiger Stil in den späten 60ern eigentlich "nur" eine Weiterentwicklung einer
Linie von bestimmten jamaikanischen Musikrichtungen, die sich nach der Einführung des amerikanischen
R&B in den 50ern bildeten. Allerdings ist Reggae der erste dieser Stile,
der auch eine besondere internationale Beliebtheit erreichte; zum grossen Teil dank seines legendären und
charismatischen Vertreters Robert "Bob" Nesta Marley
..., zum anderen durch seine tiefe Spiritualität vor allem
in Zusammenhang mit der jamaikanischen
Rastafari-Bewegung.
Als der amerikanische R&B in den 50ern Jamaika erreichte, begann
ein richtiger Musik- und Tanzboom auf der Insel. Zahlreiche
Sound Systems mit ihren
Selectors und MC's (mit den heutigen Diskjockeys vergleichbar) brachten mit der neuen Musik die Mengen zum Tanzen.
Um konkurrenzfähig zu bleiben, musste ein Sound-System ständig neue Platten auftreiben, und aus diesem
Grund wurden plötzlich viele lokale Bands in Studios gebracht, um mit den Platten
(siehe dubplates) die Fans zu befriedigen. Diese
jamaikanischen Gruppen spielten vor allem eine Mischung aus traditionellen jamaikanischen Musikstilen (z.B.
Mento, eine dem Calypso aus Trinidad ähnliche Liederform), afrokubanischen
Rhythmen und R&B-Elementen: SKA.
Auch nach der Nationalen Unabhängigkeitserklärung der Insel im Jahre 1962
(die Euphorie und der Optimismus der Bevölkerung
wiederspiegeln sich im Ska) waren Arbeitslosigkeit und Armut hoch vor allem unter den Jugendlichen.
In den Ghettos entwickelte sich eine Subkultur, die "Rudeboys". Die rauhe und
teils angespannte Mentalität war mitbestimmend für eine Veränderung des Ska:
ROCKSTEADY; die Beats wurden langsamer, Piano und Gitarre ersetzten die Bläser in der Rhythmus-Sektion
und insgesamt klang alles etwas weniger euphorisch als im Ska. 1971 erschien "The Harder They Come", ein Kinofilm über die Rudeboy-Subkultur und
dem heute bekannten Jimmy Cliff in der Hauptrolle. Mit seinem Soundtrack zum Film kündigte
Cliff auch den nächsten Schritt in der Evolution der jamaikanischen Musikstile an: den REGGAE.
Doch wenn Rocksteady assoziert war mit den "rauhen" ("rude" heißt rauh auf englisch) Rudeboys, so entwickelte sich schon
bald eine starke Verbindung zwischen den Anhängern des
Rastafarianismus
und dem Reggae: in den Lyrics der
Reggaesongs ging es vor allem über biblische Inhalte, über die Theorien von der Befreiung aller Schwarzen aus Jamaika
und einer "Heimkehr" ins Heimatland Afrika und über ein vereintes Afrika, das sein Zentrum in Äthiopien habe, und vom menschlichen Vertreter Gottes (Jah) in Form
des Haile Selassie,
des Ras Tafari aus Äthiopen, geleitet würde.
Man kann nicht über die Entstehung des Reggae reden, ohne auf Bob Marley einzugehen:
In der Mitte der 60er wurde Robert "Bob" Nesta Marley (geboren am 6. Februar 1945 als Sohn eines
weißen britischen Marine-Soldaten und Cedella Booker, einer 18 jährigen
schwarzen Jamaikanerin, die später auch Musikkarriere machte) Gründermitglied des Gesangs-Trios "The Wailers
", zusammen
mit Bunny Wailer und Peter Tosh.
Nach nur mäßigen Erfolgen mit der Stilrichtung Rock-Steady, wurde die Band vom legendären jamaikanischen
Produzenten Lee Perry (alias Lee "Scratch" Perry) zu Plattenaufnahmen ins Studio
geholt. Der Musikstil der Band verwandelte sich mit Perry's Hilfe. Die bis dahin im Rocksteady vorherrschenden
Bläser wurden durch Gitarre und Orgel ersetzt. Reggae reifte. Mehrere Songs , die mit den Musikern von Perry's Studio Band "The Upsetters"
aufgenommen wurden (Small Axe, Duppy Conqueror), wurden zu Bestsellern und international bekannt.
1971 trennten sich die Wailers und Lee Perry im Streit und die Wailers nahmen die vorher mit Perry arbeitenden "Barrett Brothers"
mit sich (Aston 'Family Man' Barrett am Bass und
Carlton Barrett an den Drums).
1973 nahm das Label "Island Record" von Chris Blackwell die Band unter Vertrag.
Schon damals war Bob Marley der eigentliche Frontmann der Band und der Liebling der Fans. Tosh und Bunny Wailer wollten nicht
länger im Schatten ihres Bandkollegen stehen und entschlossen sich, ihre eigene Karriere zu starten.
"Bob Marley and the Wailers" entstand.
Mit Charisma und Talent gleichzeitig ausgestattet, machte Bob den Reggae und die damit verbundene
Botschaft von Liebe und Frieden, Freiheit und Zusammengehörigkeit in der ganzen Welt bekannt.
Seine Musik verbreitete sich in kurzer Zeit in den USA,
in der Karibik, in Europa und in Afrika. Am 11. Mai 1981 verstarb Bob an den Folgen eines Hirntumors.
Bob wurde zum Idol von unzähligen Fans auf dem gesamten Erdball.
Links zu Bob Marley-Webseiten
Links zu Haile Selassie und der Rastafari-Bewegung
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